Pflegerische Betreuung

Versorgungsvertrag

Seit 01.09.2021 haben wir einen Versorgungsvertrag mit allen Pflegekassen geschlossen. Damit können Sie über den Entlastungsbetrag hinaus unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen.
Ab Pflegegrad 2 rechnen wir auch über ihr Pflegegeld mit den Pflegekassen ab, wenn sie es wünschen.
Ihr Vorteil: wir sind nicht mehr nur auf den Entlastungsbetrag begrenzt, sondern stehen Ihnen ganz individuell zur Verfügung:

  • ob zur Hilfe im Haushalt,
  • als Begleitung zum Arzt,
  • zum Spaziergang an der frischen Luft,
  • oder nur zur Unterhaltung, weil sonst niemand da ist.

heim&rein hilft zuverlässig: häuslich - herzlich - hier!

Pflegerische Betreuungsmaßnahmen

Pflegerische Betreuungsmaßnahmen können von allen Pflegebedürftigen im Rahmen ihres Sachleistungsanspruchs nach § 36 SGB XI entsprechend ihren Wünschen und Bedürfnissen in Anspruch genommen bzw. mit dem von ihnen gewählten ambulanten Pflegedienst oder einem Betreuungsdienst nach § 71 Abs. 1a SGB XI vereinbart werden. Wie im vorangehenden Abschnitt bereits ausgeführt, gibt es keine Nachrangigkeit der Betreuungsmaßnahmen gegenüber der körperbezogenen Pflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung mehr. Es ist somit im Prinzip auch möglich, als Sachleistungen ausschließlich pflegerische Betreuungsmaßnahmen zu nutzen.
 
Obwohl es also jeder pflegebedürftigen Person überlassen ist, ob, in welchem Umfang und gegebenenfalls welche Art von pflegerischen Betreuungsmaßnahmen sie als Sachleistungen beziehen möchte, ist es wichtig, die primären Zielgruppen für diesen Typus von pflegerischen Hilfen hervorzuheben: Pflegerische Betreuungsleistungen sollen vor allem den Wünschen und Bedarfen von Menschen mit demenziellen Erkrankungen bzw., allgemeiner gesprochen, mit psychischen und kognitiven Beeinträchtigungen sowie von deren an der Pflege beteiligten Angehörigen gerecht werden.
 
Die primären Zielgruppen der pflegerischen Betreuungsmaßnahmen sind somit Pflegebedürftige, die Beeinträchtigungen in den Bereichen der kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten (Modul 2 des Begutachtungsinstruments), der Verhaltensweisen und psychischen Problemlagen (Modul 3) sowie der Gestaltung des Alltagslebens und der sozialen Kontakte (Modul 6) aufweisen. Auch Pflegebedürftige, die keine oder nur geringe Beeinträchtigungen in diesen drei Bereichen aufweisen, können pflegerische Betreuungsleistungen nutzen. Ferner können die konkreten Inhalte von Betreuungsleistungen auch Aktivitäten umfassen, die bevorzugt für Menschen mit vor allem somatischen Beeinträchtigungen infrage kommen. 
 Pflegerische Betreuungsmaßnahmen umfassen Leistungen zur Bewältigung und Gestaltung des Alltags im häuslichen Umfeld des Pflegebedürftigen oder seiner Familie, z.B.:

  • Begleitung (Spazierengehen, Besuch von Verwandten, Kirchgang, etc.)
  • Beschäftigung (Gedächtnistraining, Gesellschaftsspiele, etc.)
  • Beaufsichtigung (Anwesenheit einer Betreuungsperson

Im Rahmen der Betreuung können so z.B. auch die Kinder einer erkrankten Person beaufsichtigt werden.Sämtliche o.g. Punkte beinhalten noch weitere Leistungen, welche individuell vereinbart und über den Pflegedienst abgerechnet werden können.

Begleitung und Betreuung

Soziale Aktivitäten statt Einsamkeit im Alter

Oft leidet man im Alter unter eingeschränkter Mobilität und die eigene Wohnung zu verlassen und soziale Kontakte in der Außenwelt zu pflegen ist oft sehr beschwerlich. Daher verbringen viele ältere Menschen zu viel Zeit alleine in ihrer Wohnung.
Viele Familienangehörige haben oft nicht die Möglichkeit, täglich oder regelmäßig vorbeizukommen, sei es aufgrund beruflicher oder anderer Verpflichtungen oder weil sie einfach nicht in der Nähe wohnen.
Eine zusätzliche Betreuung und Begleitung kann eine wertvolle Option sein, damit ältere Menschen nicht zu viel Zeit in Einsamkeit verbringen. Eine Begleitung im Alltag kann mit viel Empathie für Geselligkeit und soziale Kontakte sorgen und die Lebensqualität auch im Alter verbessern.
 Der Wunsch am sozialen Leben teilzunehmen besteht auch im Alter. Unsere Mitarbeiterinnen begleiten Sie gerne:

  • Beim Einkauf von Lebensmitteln
  • Zum Einkaufsbummel
  • Einfach nur zum spazieren gehen
  • Zum Friedhof
  • Zu Ärzten
  • Zu Behörden
  • Zu Bekannten
  • Zum Kaffeetrinken
  • Ins Restaurant gehen
  • Zu Theater-, Museumsbesuchen

Demenzbetreuung

Eine Demenzbetreuung wird als wohltuend erachtet, soweit es ihr gelingt, die Lebensqualität über längere Zeiträume hinweg beizubehalten.

Brücken suchen in der Kommunikation mit DemenzkrankenMit steigendem Alter spielt das eigene Zuhause eine immer größere Rolle. Hier ist der Ort, an dem man die meiste Zeit verbringt, hier erfährt man Sicherheit und Geborgenheit. Daher ist es nicht überraschend, dass Menschen auch bei nachlassenden Kräften und aufkommender Hilfe- und Pflegebedürftigkeit, solange wie möglich in der vertrauten Umgebung wohnen bleiben möchten.
 
In Abhängigkeit vom Stadium und dem Verlauf der Erkrankung können Menschen mit Demenz über einen langen Zeitraum in den eigenen vier Wänden leben. Damit dies ohne Probleme gelingt, sollten Betroffene sich gemeinsam mit Ihren Angehörigen früh genug darüber informieren, welche Unterstützungsmöglichkeiten in der Umgebung geboten werden.
 
Der individuelle Unterstützungsbedarf hängt vom Krankheitsbild und von der Persönlichkeit der Betroffenen ab. In welchem Stadium befindet sich der Betroffene, im frühen, mittleren oder fortgeschrittenem? Welche Einschränkungen bestehen? Welche Fähigkeiten hat der betroffene Klient? Gibt es neben der Demenz weitere körperliche oder psychische Erkrankungen? Ist der Betroffene mobil oder bettlägerig? Neigt er/sie zu einem Verhalten, das ihn oder andere Personen gefährdet oder erheblich stört?
 
Zur Unterstützung pflegender Angehöriger bieten wir eine besonders qualifizierte Demenzbegleitung an. Speziell geschulte Kräfte kommen zum Klienten nach Hause und helfen, den Alltag und alltägliche Situationen besser zu verstehen und zu meistern.
 Unsere Pflege- und Betreuungskräfte beherrschen die Kommunikationstechnik der Validation, die besonders für ein positives und verstehendes Zusammenleben mit Betroffenen entwickelt wurde. In der Regel reichen einige Stunden aus, um ein grundlegendes Verständnis für die besonderen Bedürfnisse der Betroffenen zu schaffen und damit das Zusammenleben spürbar zu erleichtern.

Entlastung

„Angebote zur Entlastung von pflegenden Angehörigen und vergleichbar nahestehenden Pflegepersonen in ihrer Eigenschaft als Pflegende:
Sie sind darauf ausgerichtet, Unterstützung zu bieten, die Anforderungen des Pflegealltags und der übernommenen Pflegeverantwortung besser zu bewältigen oder besser mit ihnen umgehen zu können. Sie sind eine begleitende Hilfe zur Selbsthilfe und beinhalten sowohl beratende als auch unterstützende Tätigkeiten sowie orientierende Hilfe bei der Inanspruchnahme von anderen Hilfeangeboten.“

Angebote zur Entlastung im Alltag

Pflegebedürftige erhalten Unterstützung bei der Bewältigung von alltäglichen Anforderungen oder der Haushaltsführung. So kann Hilfe beim Einkaufen, im Haushalt oder bei Arzt- und Behördenbesuchen in Anspruch genommen werden. Auch begleitete Spaziergänge, Freizeitgestaltung und Hilfe bei der Organisation des Alltags sind möglich.

Angebote zur Entlastung von Pflegenden

Die Angebote zur Entlastung von Pflegenden sollen Angehörige die Arbeit erleichtern und ihnen eine beratende Unterstützung zur Seite stellen. Eine Möglichkeit Hilfe zu erhalten, ist z. B. die Beauftragung einer Pflegebegleitung.
Eine Pflegebegleitung pflegt nicht selbst, sie steht vielmehr der Pflegeperson beratend und unterstützend zur Seite und hilft bei der Organisation der Pflege.

Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige

Viele Angehörige, die die Pflege von pflegebedürftigen Angehörigen übernehmen, fühlen sich oft verpflichtet und verbunden, trotzdem sollten Pflegepersonen unbedingt auch an sich selbst denken. Niemand kann einen anderen Menschen pflegen, wenn es ihm selber nicht gut geht. Um die Pflege langfristig ausführen zu können, sollten Pflegende Auszeiten nehmen und sich nicht selbst vernachlässigen

So schauen Sie nach sich selbst! Überlegen Sie gezielt, WAS IHNEN guttut, was Ihnen hilft, abzuschalten und zu entspannen.

  • Erhalten Sie Ihre sozialen Kontakte. Gehen Sie mit Freunden aus, besuchen Sie ein Konzert, gehen Sie in die Oper oder einfach mal in den Urlaub.
  • Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit für Ihre Familie.
  • Auch die Hobbies kommen meist zu kurz. Aber gerade ein Hobby kann Entspannung bringen und die Gedanken mal wieder in eine andere Richtung lenken.
  • Schwere körperliche und psychische Belastung braucht einen körperlichen Ausgleich. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, noch irgendwie ein wenig Sport in der Woche mit einzubauen.

Im ersten Beratungsgespräch mit unserem Kompetenzteam erörtern wir alle Möglichkeiten mit ihnen gemeinsam. 
Dieser Termin ist selbstverständlich kostenlos! 

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